Zukunftschance Kinder

Veröffentlicht am 24.07.2008 in Allgemein

Heike Raab

Brede-Hoffmann/Raab: Gutes kann man nicht schlecht reden

Heike Raab, kinder- und jugendpolitische Sprecherin und Ulla Brede-Hoffmann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, zur heutigen Pressekonferenz der CDU `Kleinere Gruppen für bessere Chancen`:
"Ist die CDU so uninformiert oder tut sie nur so?
Frau Dickes weiß, dass Rheinland-Pfalz die im Ländervergleich beste Personalausstattung in seinen Kindertagesstätten hat (Kindergrippen auf Platz 1, Kindergärten auf Platz 2).

Frau Dickes weiß, dass mit dem Programm `Zukunftschance Kinder` der im Ländervergleich vorbildliche Ausbau bei der unter Dreijährigen-Versorgung in Angriff genommen wurde und dabei der Personalschlüssel mit einer reinen Landesfinanzierung deutlich verbessert wurde. So werden voraussichtlich bis 2013 19.000 zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen.
Frau Dickes weiß, dass mit dem landesfinanzierten Aus- und Fortbildungsprogramm von Tagespflegemüttern- und Vätern jeder, der an Tagespflege interessiert ist, die notwendigen Qualifikation erwerben und dann Tagespflege anbieten kann, wovon bereits mehr als 2.100 Personen profitierten.
Frau Dickes weiß, dass mit einem im Ländervergleich herausragenden Fort- und Weitebildungsprogramm für die Erzieherinnen und Erzieher, das trotz eigentlicher Trägerzuständigkeit vom Land finanziert wird, die bereits jetzt hohe Qualität in rheinland-pfälzischen Einrichtungen kontinuierlich verbessert wird.

Frau Dickes weiß, dass mit einem bundesweit beachteten Studiengang die weitere Qualifizierung von Kita-Leiterinnen- und Leitern wissenschaftlich unterstützt wird. Frau Dickes weiß, dass mit einem acht Millionen Euro Fördeprogramm des Landes der Ansatz der Früh- und Sprachförderung auf hohem Niveau ausgebaut wurde.
Frau Dickes weiß, dass Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland für die Eltern in einem Stufenprogramm bis 2010 die Kindertagesstätte gebührenfrei gemacht hat.
Frau Dickes weiß, dass den Kindertagesstätten mehrere Evaluationsinstrumente zur Überprüfung der Qualität der eigenen Arbeit zur Verfügung stehen.
Frau Dickes weiß, dass die Landesregierung, das Landesjugendamt und die Spitzen der Trägerorganisationen von Kindertagesstätten im Land sich ständig unter anderem auf der Basis der jährlichen Kindertagesstättenstatistik und beim regelmäßigen `Kita-Tag der Spitzen’ mit Fragen der Qualitätssteigerung von Kindertagesstätten befassen und daraus regelmäßig Folgerungen ableiten.
Frau Dickes weiß, dass mit den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen der Kindertagesstätten und der Festschreibung im Schulgesetz die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule verbindlich geregelt wurde."

Heike Raab und Ulla Brede-Hoffmann weiter: "Sind das jetzt wieder Rechenfehler bei der Kollegin Dickes, die sie zu so haarsträubenden Äußerungen verleiten oder lag in der Anhörung doch eine leichte Wahrnehmungsstörung vor? Die Experten, auch die von der CDU benannten, stellten der Kindertagesstättenpolitik der rheinland-pfälzischen Landesregierung ein äußerst gutes Zeugnis aus."
Natürlich, so konstatieren die beiden SPD-Abgeordneten, lasse sich auch im Bereich der KITA mit deutlich mehr Geld noch mehr Personal beschäftigen oder wissenschaftliche Evaluationen durchführen.
"Aber auch Frau Dickes weiß nicht, wo die dafür erforderlichen Mittel herkommen sollen", so Raab und Brede-Hoffmann abschließend.
Die Empfehlung von Ulla Brede-Hoffmann: "Evaluieren Sie vor der nächsten Pressekonferenz doch erst einmal Ihre fachlichen Kenntnisse, liebe Frau Kollegin Dickes."

 

Für Sie im Landtag: Markus Stein


 

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