Weinwandertag zwischen Bad Sobernheim und Martinstein

Veröffentlicht am 22.09.2008 in Allgemein

Weinfroh im Wingert

Quelle Text AZ: Wolfgang Ziegler
Weinwandertag zwischen Bad Sobernheim und Martinstein
An ihren Hängen und in den Weindörfern erwarteten die 13 Winzer, die das Weinwanderwegfest ausrichteten, ihre zahllosen Gäste, um ihnen mit edelsten Tropfen aus dem Naheland die Gaumen zu verwöhnen.
Sehr gefragt war aber auch der heurige Federweißer, der ebenfalls fast überall angeboten wurde.

Dass sich zum Weinwanderwegfest die Gäste von überallher besonders am Anblick der schönen alten Häuser des Weindorfes erfreuten, wusste der Weilerer Winzermeister Erhard Lauf, der begeistert vom ersten Ansturm der Weinliebhaber in seinem Weingut, dem ehemaligen Gräflichen Sponheim´schen Keller, war. Freundlich und mit Herz schenkten er und sein Team den heimischen Rebensaft aus.

Gut findet er die nun schon bewährte Idee mit den Stempeln auf einem Kärtchen, wo die Weinwanderer an jeder "Weintankstelle" ihre Passage bestätigt bekommen. Wenn alle Stationen absolviert sind gibt es ein Glas Wein gratis. Dies fanden auch Ingrid Schubert und ihr Lebensgefährte Joachim Kannegieser, die beide aus Traisen im nördlichen Saarland den Weg nach Weiler fanden, ganz hervorragend. "Das ist hier ein super Weinstand und es gibt einen super Wein. Wir haben aber schon zwei Stände hinter uns. Wenn das so weiter geht, dann können wir leider die komplette Strecke nicht mehr absolvieren", lachte die Saarländerin. "Neben unserem eleganten Nahewein gibt es aber auch noch eine reich gedeckte Kaffee- und Kuchentafel und andere Leckereien", ergänzte Winzermeister Lauf und freute sich, dass auch dort die Menschenschlange kein Ende nahm.

Britta Müller vom Wein- und Sektgut Müller in Nußbaum hatte mit ihren Helfern ebenfalls alle Hände voll zu tun, um den Gästeansturm zu bewältigen. "Das alles ist wirklich wieder ganz enorm", beschrieb sie der Allgemeinen Zeitung die erfreuliche Situation. Während ihr Mann, Winzer Manfred Müller, am Weinstand reihenweise die Flaschen öffnete, war sie mit dem Verkauf auch warmer Speisen wie Bratwürste, Folienkartoffeln und deftiger Gulaschsuppe beschäftigt. Gut fand Britta Müller, dass auch in diesem Jahr wieder zwei Shuttle-Busse im Pendelverkehr Nußbaum anfuhren und so regelmäßig neue Weinwanderer in den Ortskern brachten. Bis aus dem Saarland und aus Hessen waren die Gäste ins mittlere Naheland gekommen, wusste sie abschließend.

Weit oben in den Weinbergen bei Monzingen hatte das Weingut Franzmann seine Stände am Weinwanderweg aufgebaut und konnte sich ebenfalls nicht über ausbleibenden Besuch beklagen. Winzer Erich Franzmann bewirtete zuvorkommend und mit Humor die zahlreichen Wandersleute, die die ausgedehnte Wegführung nicht gescheut hatten, um an einen guten Tropfen direkt in den Wingerten zu kommen und von hier aus zudem einen ganz passablen Ausblick ins schöne Nahetal zu genießen. "Den Leuten scheint der Weinwandertag sehr gut zu gefallen und es hat sich wohl auch schon weit herumgesprochen, denn sie kommen sogar bis aus der Eifel, aus Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet", freute sich Franzmann. Bis in die späten Abendstunden strahlten die erleuchteten Weinstände in den Wingerten ins Nahetal hinab und so manche weinselige Wandergruppe war noch auf dem Weg zu ihren Parkplätzen, die vor allem in Martinstein rege genutzt wurden.

 

Für Sie im Landtag: Markus Stein


 

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