Altsches Haus Monzingen MONZINGEN Saniert wird zur Zeit im historischen Ortskern das im Jahre 1589 errichtete Alt´sche Fachwerkhaus. Ein Gutachten hatte ergeben, dass teilweise Mängel an dem Holztragewerk bestehen. Zur Sicherung der Standsicherheit müssen tragende Holzteile nun ersetzt werden.Das Wahrzeichen von Monzingen, das auf vielen Fotos und Werbeschriften zu sehen ist, muss nun saniert werden. Im Jahre 1589 wurde das Haus errichtet und zuletzt in den Jahren 1977 und 1978 rechtzeitig zur 1200 Jahrfeier Monzingens restauriert.
Auch jetzt hat die Gemeinde wieder große Anstrengungen unternommen, um das Haus zu sanieren, versichert Bürgermeister Adolf Geib. Neben den tragenden Teilen der Holzkonstruktion müssen teilweise die Gefächer zwischen dem Fachwerk neu mit Stroh und Lehm ausgefüllt werden. Zum Schluss soll das Haus mit einem neuen Anstrich wieder erstrahlen.
Nach einer ersten groben Kostenschätzung wird das 105000 bis 110000 Euro kosten. In nichtöffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, sich mit einer beträchtlichen Summe an der Sanierung zu beteiligen. Bürgermeister Geib hofft, dass auch finanzielle Zuschüsse von der Denkmalpflege für das Alt´sche Haus genehmigt werden. Spenden und auch ein großer Teil Eigenleistung des Eigentümers kommen dazu. Nach dem vorgesehenen Zeitplan soll die Sanierung in zwei Abschnitten erfolgen, im ersten Teil wird die Giebelseite wieder auf Vordermann gebracht, das soll bis Mitte November abgeschlossen werden. Die restlichen Arbeiten, einschließlich des neuen Anstrichs sollen dann im kommenden Jahr folgen.
Die Geschichte des Hauses: Das Haus wurde im Jahre 1589 für einen Matthias Knorr erbaut. Im Jahre 1658 erfolgte eine Erweiterung des Alt´schen Hauses durch einen Toranbau. Zwischen 1820 und 1830 wurde das Haus in zwei Hälften aufgeteilt und auch von zwei Familien bewohnt. Als Eigentümer wird in dieser Zeit auch mit Heinrich Christoph Alt, der Namensgeber des Fachwerkhauses genannt. Der Name Alt ist im Weinort Monzingen weit verbreitet, so stehen im örtlichen Telefonbuch 22 Einträge mit dem Familienanmen Alt. Im Jahre 1904 wurden dann von Heinrich Karl Alt die beiden getrennten Wohnhälften wieder zu einem Hausbesitz zusammen gezogen. Im Jahr 1977 begann eine Renovierung des Hauses, so wurden auch die im 18. Jahrhundert zugemauerten Renaissancefenster wieder in der alten Form hergestellt. Die malerische Wirkung des Hauses geht von der besonders reich gegliederten und aufwändig gestalteten Fachwerkfassade aus. Andreaskreuze befinden sich in den Brüstungszonen, Rauten, Weinlaubornamente, Männermasken und Tierköpfe zieren die Pfosten der Fassade. Im Jahre 1979 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt.
Quelle: AZ