Der Landratskandidat Hans-Dirk Nies (2. von rechts) stellt sich den Fragen.
Manfred Petzholdt Quelle: AZ
mp. BAD SOBERNHEIM Hans-Dirk Nies, Erster Kreisbeigeordneter und Landratskandidat besuchte die Verbandsgemeinde. Auf dem Marktplatz stellte er sich am Donnerstag Nachmittag den Fragen der Bürger. Vor allem zur Sporthallensituation in der Stadt wollte Nies Stellung nehmen, fast zwangsläufig waren denn auch in erster Linie Vertreter von Vereinen im Gespräch mit Nies.
Ganz engagiert wieder einmal der HSV-Aktive Frank Steines. "Die geplante kleine Sporthalle ist ein Schritt in die Vergangenheit, das ist nichts für die Zukunft," so eröffnete Steines den Dialog. Nies verwies da auf das Ministerium, denn was die Kreisumlage betreffe, hat Bad Kreuznach eine der niedrigsten. Bürgermeister Rolf Kehl habe Recht mit seiner Einschätzung, wenn man eine größere Sporthalle wolle, sei eine Erhöhung der Kreisumlage unumgänglich, verdeutlichte Nies weiter.
Nies stellte klar, dass die Stadt Bad Sobernheim jetzt ein Schreiben habe, aus dem hervorgehe, welcher Bedarf für Pausenräume und Freiflächen zukünftig benötigt werde. Genau das war in der jüngsten Stadtratssitzung kritisiert worden, denn die Stadt habe keinerlei Antwortschreiben diesbezüglich von der Kreisverwaltung oder Landrat Velten erhalten, erläuterten bei der Sitzung Bürgermeister Hans-Georg Janneck und auch Beigeordneter Werner Bohn.
Auf die Bitte von Steines, den Sporthallenbau doch jetzt nicht im Schweinsgalopp durchzuziehen, stellte Nies klar, dass er sich auch für eine große Lösung einsetze. "Ich fahre heute durch die ganze Verbandsgemeinde Bad Sobernheim. Ich mache aber keine Wahlversprechen, die ich nicht halten kann, aber ich werde mich um eine große Lösung für die Sporthalle bemühen," stellte Nies klar.
Als dann Karl Heil, der Rektor des Emanuel Felke Gymnasiums dazu kam, entspannte sich ein interessanter Dialog zwischen Steines und Heil. Der Rektor warf Steines vor, was die Sporthallenplanung betreffe, sei er einfach zu misstrauisch. "Vor einem halben Jahr war überhaupt noch nicht klar, dass eine Sporthalle gebaut werde, heute sind wir ein ganzes Stück weiter," so Heil. Für Heil ist das jetzt eine einmalige Chance für einen Sporthallenbau, Heil erinnerte daran, dass schon sein Vorgänger Manfred Dietz, sich nach einer neuen Sporthalle regelrecht abgestrampelt habe. "Was meinen Sie, woher der Hinweis von 1995 auf die fehlende Sporthallenkapazität kommt? Das kommt von den Schulen," behauptete Heil. Für Heil geht es hier in erster Linie um eine Schulsporthalle und die hat nun einmal vorgegebene Maße. "Ich lasse mir eine neue Sporthalle nicht kaputt machen, durch eine Zeitschiene, die illusorisch ist," schloss Heil.