Vorsitzender, SPD-Ortsverein Monzingen mp. MONZINGEN Geradezu ein Musterbeispiel an Solidarität kennzeichnete die vorweihnachtliche Mitgliederversammlung der SPD mit Wahlen im Monzinger Gemeindesaal. "So wünschen sich das die Genossen wohl im ganzen Land, aber leider ist das nicht überall so", stellte Ortsvorsitzender Norbert Alt fest.
Als beschämend empfand Alt allerdings die Wahlbeteiligung bei der Landratswahl. Auch in dem Weinort fanden gerade einmal 25 Prozent der Wahlberechtigten den Weg zum Wahllokal. Ausreden, die Arbeit eines Landrates sei nicht bekannt, wollte Robert Nikolay, der SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende nicht gelten lassen. Trotz aller Unkenrufe ist der Mitgliederstand bei den örtlichen Genossen mit 62 stabil geblieben.
In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende auf die Stadtsanierung ein, die zu einer Erfolgsgeschichte geworden sei. Auch für Spielplätze und den Kindergarten wurde ein ganze Menge getan. Mit der Sanierung der Festhalle ging es nur zögerlich voran, dazu wurde parteiübergreifend ein Gremium gebildet, dass konkrete Maßnahmen für die Festhalle vorschlagen soll. Leserbriefe zum Ortshinweisschild an der Bundesstraße 41 beleuchtete der Vorsitzende mit leichter Ironie. Vor Monaten wurde eine helle Aufregung entfacht, weil auf dem weißen Hinweisschild an der B 41 nur "Ortsmitte" stand Den Zusatz "Monzingen" wünschte sich eine politische Gruppierung, eine Riesenwirbel wurde da entfacht. "Zwei Telefongespräche mit dem Landsbetrieb reichten aus und auf dem Schild steht jetzt Monzingen-Ortsmitte", stellte Alt dazu fest. Auch auf die wohl komplizierte Ampelanlage am Kreuzungspunkt der B 41, mit Landstraße und Bahnübergang ging Alt ein. Die Situation sei zwar verbessert, doch die Bahn habe ihre Sicherheitsstandards, von denen nicht abgewichen wird. Alt erinnerte in dem Zusammenhang an die schweren Unfälle am Martinsteiner und Monzinger Bahnübergang.
Danach gab Kassierer Günter Heimrich den Finanzbericht. Die einstimmige Entlastung folgte. Heimrich stellte sich nicht mehr zur Wahl, 37 Jahre hat er die Kasse bei den Genossen geführt, ein Präsent überreichte Vorsitzender Alt an den verdienten Kassenverwalter Geradezu harmonisch verliefen die folgenden Neuwahlen, alle Vorstandsämter wurden einstimmig gewählt. Eine Neuerung gibt es im Vorstand: Hella Krämer bekleidet das neue Amt der Seniorenbeauftragte.
SPD-Vorstand
Erster Vorsitzender bleibt Norbert Alt, Vertreter Jürgen Engelhard, Schriftführer Klaus Stein, neuer Kassierer ist Thilo Baus, Vertreter Werner Hamann, Kassenprüfer Uwe Eppelmann. Seniorenbeauftragte Hella Krämer.
Beisitzer sind: Denis Alt, Monika Kost, Petra Bitzer-Mehlem, Ulrike Tressel, Jürgen Disselhoff, Anne Oberst-Schotte, Günter Heinrich und Hans-Jürgen Hirsch.
Ouelle: AZ