Wehrführer Lothar Treßel zeigt den Schülerinnen und Schülern der 3b das Feuerwehrauto der Monzinger Wehr.
Foto: Wolfgang Ziegler
Vom 16.06.2009 Von Wolfgang Ziegler
MONZINGEN. Fachkundig und mit Begeisterung erläuterte Wehrführer Lothar Treßel der gespannt zuschauenden Klasse 3b von der Monzinger Grund- und Schwerpunktschule die Ausrüstung des Feuerwehrautos. Die 20 Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis zehn Jahren hatten mit ihrer Lehrerin Eva Gonder eine Stippvisite im Feuerwehrhaus gemacht.
Gonder freute sich, dass so der gerade behandelte Unterrichtsstoff weiter und nun ganz praxisnah vertieft werden konnte. "Und bald schreiben wir einen kleinen Test über unseren Besuch", verriet sie.
Lothar Treßel war beim Besuch der Kinder ihr kompetenter Gesprächspartner, der die zahlreichen neugierigen Fragen gerne einfühlsam und sachkundig beantwortete. Viel neues Wissen gab es bei der Feuerwehr zu erwerben. So erfuhr man, dass nur Städte über 90000 Einwohner eine Berufsfeuerwehr haben und die Schüler konnten auch von selbst erklären, warum dies so ist. Stehen doch die Angehörigen der kleineren Freiwilligen Wehren im Berufsleben, von wo sie nicht so oft zu Einsätzen weg können, wie sie in Städten auf der Tagesordnung stehen. Kenntnisreich zeigten sich die Schüler auch über die verschiedenen Notrufnummern. Sie bekamen aber in der kleinen Unterrichtsstunde im Feuerwehrhaus unter anderem noch gelehrt, was für wichtige Angaben beim Absetzen eines Notrufs zu machen sind.
"Wir sind als Grundschule zugleich eine Schwerpunktschule, die wichtige Integrationsarbeit leistet", sagte Schulleiterin Petra Kohrs. So ist die Klasse 3b eine Integrationsklasse, in der auch Schüler mit Förderbedarf integriert sind, so die Rektorin. Der Besuch bei der Feuerwehr zeige beispielsweise, dass eben auch diese Schüler ganz normal an solchen Projekten teilnehmen können und dabei wertvolles Wissen erwerben. Integrieren statt Ausgrenzen ist laut Kohrs der große Hintergrund des Themas Schwerpunktschule. Damit würden die Kinder vor allem in ihrem gewohnten sozialen Umfeld belassen, was sich nur positiv auf ihr Lernen und ihre gesamte Entwicklung auswirken kann und sich schon vielfach bewährt habe, so die Schulleiterin abschließend