Von Manfred Petzholdt, AZVom 18.02.2009
Monzinger einstimmig für Breitband / Erneuerte Kindergartenbesichtigung wegen Notrutsche
MONZINGEN. Eine recht giftige Gemeinderatssitzung gab es im Monzinger Rathaus. Im Vorfeld hatte es noch unterschiedliche Darstellungen über eine bessere Breitbandversorgung des Ortes gegeben.
Gleich beim ersten Tagesordnungspunkt ging es um die Breitbandversorgung. Elmar Schauß (FDP) gefiel die geplante Eigenleistung bei den Erdarbeiten nicht. Haftungsrechtliche Fragen warf Schauß auf, deshalb sollte das Ausbaggern nicht vom Gemeindearbeiter, sondern von einer Fachfirma ausgeführt werden. Das sah auch Peter Herrmann (FWG) so, und als dem auch noch Klaus Stein (SPD) zustimmte, war klar, dass die Baggerarbeiten von einer Fachfirma durchgeführt werden.
Dem Beigeordneten Jürgen Reinhard (FDP) schien der Vertrag überhaupt nicht zu gefallen. Eine Anlage vermisste er in seinen Unterlagen und an der Formulierung mäkelte er herum - er hätte sich klarere Definitionen gewünscht. Trotzdem kam es zu einem einstimmigen Votum. Einstimmig nahm der Gemeinderat den vorgelegten Kooperationsvertrag zum Ausbau der DSL-Infrastruktur mit der Deutschen Telekom an.
Vor vierzehn Tagen hatte die örtliche SPD zu einem Ortstermin im Kindergarten eingeladen. Im Beisein des örtlichen Wehrleiters und der Erzieherinnen des Kindergartens wurde nach den besten Möglichkeiten zu einer eventuellen Evakuierung von Kindern gesucht. Als Lösung schlugen die Sozialdemokraten eine Evakuierungsrutsche vor. Das gefiel Elmar Schauß nicht so recht. Müssen denn zweijährige Kinder im ersten Stock versorgt werden, fragte Schauß kritisch. Die Kleinen gehörten nach unten in den Kindergarten und die größeren Kinder ins obere Stockwerk, so Schauß´ Forderung. Der Freidemokrat erinnerte auch an zu erwartende rückläufige Kinderzahlen im Ort. Man müsste die kostengünstigste Lösung finden, deshalb hätte Schauß gerne eine erneute Ortsbesichtigung im Kindergarten.
