DSL vor dem Abschluss

Veröffentlicht am 16.02.2009 in Ortsverein

Noch ein Beschluss bis zum DSL?
Die mangelhafte Breitband-Versorgung in Monzingen ist Thema im Gemeinderat

MONZINGEN. Unbeirrt verfolgten die Genossen im Monzinger Gemeinderat den vereinbarten Weg. Heute Abend werden die Sozialdemokraten nun eine Beschlussvorlage zum DSL-Anschluss vorlegen.

Das DSL-Breitband-Getöse in Monzingen wird jetzt wohl schlagartig beendet. Die örtlichen Sozialdemokraten haben sich durch die verschiedensten Leserbriefe und Angebote und Vorwürfe nicht beirren lassen.

Ein Blick zurück zeigt, dass Bürgermeister Adolf Geib seit vielen Monaten Vertragspartner für einen besseren Breitband-Anschluss suchte. Die unterschiedlichsten Angebote wurden der Ortsgemeinde dazu unterbreitet. Doch die geforderten Beträge jagten nicht nur dem Ortschef einen regelrechten Schrecken ein, die Angebote differierten zwischen 165000 Euro und 106000 Euro.

In Gemeinderatssitzungen, zuletzt im November und Dezember, vereinbarten alle Parteien daher in nichtöffentlicher Sitzung ein abgestimmtes Vorgehen. Aufgrund der hohen Kosten sollte Geib weitere Angebote einholen und auf die Breitband-Initiative des Landes und des Bundes sollte gesetzt werden. Einstimmig votierten alle Parteien für diesen Weg, denn im Grunde setzte sich die Meinung durch, dass wichtige Bereiche in Monzingen, etwa das Industriegebiet, eine ausreichende Breitbandversorgung haben. Klagen gab es von den weltweit operierenden Monzinger Großunternehmen bisher nicht.

Doch nach einem Besuch der örtlichen FWG im Monzinger Gewerbehof eskalierte die Lage. Dort ansässige Firmen bemängelten die schlechte DSL-Versorgung, denn anders als das Industriegebiet ist der Gewerbehof schlechter versorgt.

FWG-Chef Peter Herrmann kritisierte daraufhin die schlechte Breitbandversorgung. Das ärgerte wiederum die Monzinger Genossen, Wahlkampfgetöse sahen sie in Herrmanns Äußerungen. Die Monzinger Sozialdemokraten erinnerten daran, dass Herrmann ja im Rat selbst der vereinbarten DSL-Initiative zugestimmt hätte. "Warum hat er das den Betriebsangehörigen am Gewerbehof nicht gesagt?", fragten sie nun und äußerten Verwunderung. Schützenhilfe bekamen die Sozialdemokraten von Jürgen Reinhard (FDP), der daran erinnerte, dass Telekom-Angehöriger und FWG-Sprecher Peter Herrmann noch vor wenigen Monaten keine Notwendigkeit sah, das Breitband-Angebot zu verbessern. Reinhard appellierte an alle Verantwortlichen, das Breitband-Angebot zu verbessern, denn fast die gesamte Verbandsgemeinde sei ein weißer Fleck im Breitband-Atlas.

Danach versprachen die SPD-Abgeordneten Fritz Rudolf Körper, Peter Wilhelm Dröscher und Carsten Pörksen Hilfe. Verbandsbürgermeister Rolf Kehl schaltete sich ein und wollte den Monzingern helfen. Auch die CDU-Abgeordnete Julia Klöckner setzte sich für niedrigere DSL-Kosten ein.

Zum guten Schluss brachte es Bürgermeister Adolf Geib auf den Punkt: Ein DSL-Anschluss für 165000 Euro, später für 106000 Euro sei illusorisch. Der Gemeinderat wollte auch keine Funkverbindungen, sondern einen technischen Anschluss an das Glasfaserkabel der B 41.

Der Bürgermeister hat nun die Telekom "breit geklopft", dass neueste Angebot finden die Genossen geradezu Super. 38000 Euro will die Telekom, für die Erdarbeiten. Genau diese werden nun vom Monzinger Gewerbehof durchgeführt. Laut Telekom ist die beste Anschlussmöglichkeit an der B 41, an der Abzweigung nach Nußbaum. Von dort wird das Kabel etwa 70 Meter in Richtung Nußbaum verlegt, dann längs des Feldwirtschaftsweges in Richtung Monzinger Neubaugebiet "Auf Ebenhöh".

Von
Manfred Petzholdt

 

Für Sie im Landtag: Markus Stein


 

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