Frauen in der SPD

Veröffentlicht am 07.03.2008 in Allgemein

Internationaler Frauentag - Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF): „Jetzt sind wir dran!“

Zum Internationalen Frauentag erklärt die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Dr. Agnes Allroggen-Bedel:
„Der Internationale Frauentag ist immer eine gute Gelegenheit, frauenpolitisch Bilanz zu ziehen. Für einen großen Teil unserer Welt fällt diese leider negativ aus; die Rechte der Frauen sind längst nicht überall als Menschenrechte anerkannt, Besitz und Einkommen sind extrem ungleich verteilt, die Sterblichkeit von Frauen und Kindern ist hoch. Armut und Kriege, aber auch diskriminierende Traditionen und rechtliche Schranken stehen einer Verbesserung im Wege.

In Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten vieles erkämpft worden, was inzwischen auch in konservativen Kreisen als Selbstverständlichkeit gilt. Wer jedoch glaubt, das diesjährige Motto der ASF - Jetzt sind wir dran!“ - sei übertrieben kämpferisch, dem sei der diesjährige Gleichstellungs-Bericht der Europäischen Kommission zur Lektüre empfohlen. Er dokumentiert die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen bekommen in Europa durchschnittlich 15 % weniger Lohn als Männer, auch für gleichwertige Arbeit. Besonders peinlich: in Deutschland ist der Unterschied mit 22 % sogar noch größer. Zwar steigt die Zahl erwerbstätiger Frauen kontinuierlich, ihre Einkünfte und auch ihr Einfluß halten damit jedoch nicht Schritt. Dies gilt auch für Rheinland-Pfalz, wie der letzte Bericht zum Landesgleichstellungsgesetz zeigt. Um dies zu verändern, werden wirkungsvolle Gesetze gebraucht, nicht nur für den Öffentlichen Dienst, sondern auch für die Privatwirtschaft. Nachdem die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Wirtschaft wirkungslos geblieben sind, muss die Forderung nach einem Gleichstellungsgesetz erneut erhoben werden.

Positiv zu bilanzieren ist die stärkere Präsenz von Frauen in politischen Entscheidungsgremien. Dabei ist die SPD Rheinland-Pfalz vorbildlich, was die Repräsentanz von Männern und Frauen bei den Kandidaturen für Bundes- und Landtagswahlen angeht. Für die kommunalen Parlamente gibt es noch Nachholbedarf, hier sind erschreckend wenige Frauen vertreten. Bei den Kommunalwahlen 2009 ist daher besonders sorgfältig auf die Mindestabsicherung, die 'Quote', zu achten, um den Frauenanteil zu steigern. Denn auch hier gilt: Jetzt sind wir dran!“

 

Für Sie im Landtag: Markus Stein


 

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