Schulzentrum Münchwiesen

Veröffentlicht am 10.09.2009 in Bildung

10.09.2009 - BAD SOBERNHEIM Von Gert Schatto
Das Schulzentrum Münchwiesen in Bad Sobernheim wird für 15,2 Millionen umgebaut.
Sanierung, neue Strukturen, Modernisierung und Neubauten am Schulzentrum Münchwiesen werden 15,2 Millionen Euro kosten.
Diese Zahlen legte Bürgermeister Rolf Kehl Haupt- und Werksausschuss in einer gemeinsamen Sitzung vor.

Zur Bausumme erwartet Kehl einen Zuschuss von sechs Millionen Euro. Knapp neun Millionen Euro wird die Verbandsgemeinde also alleine über Kredite finanzieren müssen, das sind 450.000 Euro Zins und Tilgung im Jahr.

Über Einspaarungen und höhere Verbandsgemeinde-Umlage soll dies bezahlt werden. 2010, rechnet der Bürgermeister, soll die Umlage aber noch konstant bleiben.

Kehl räumte zwar ein, dass diese Kosten “eine völlig neue Lage sind, der wir uns stellen müssen". Doch das Geld sei gut angelegt, “weil wir die Schule für die nächsten 30 bis 40 Jahre auf Vordermann bringen" für den Bürgermeister eine unbestrittene Investition in die Zukunft.

Trennung von Grund- und Realschülern

Im Zuge des Umbaus zog die Grundschule bereits in den Westteil des Schulzentrums um, erhält dort einen neuen Zugang und im Bereich der jetzigen Busschleife einen etwa 1.900 Quadratmeter großen Schulhof. Der Umbau bringt laut Kehl eine klare Gliederung zwischen Grundschule und Realschule plus:
Grundschüler geraten bei getrennten Eingängen, Toiletten, Schulhöfen nicht mehr mit größeren Schülern aneinander.

Alle Dächer des Schulzentrums werden erneuert. Wärmedämmung, Brandschutz, Evakuierungsanlage, Unfallsicherheit, Elektro, Kanal, Lüftung, Sonnen- und Schallschutz, Aufzug für die Barrierefreiheit die Bauliste ist lang.

Immerhin, erinnert Kehl, schiebt die Verbandsgemeinde im Schulzentrum eine auf etwa zwei Millionen Euro geschätzten “Sanierungs-Bugwelle" vor sich her.

Drei Jahre Baustelle

Baubeginn soll im März sein, Dauer drei Jahre. Insgesamt elf Klassencontainer werden nötig sein, damit während des Baus weiter unterrichtet werden kann dass alles “nie ohne Einbindung der Schulleitung", versichert der Bürgermeister. Im Ostflügel der Realschule wird es losgehen, wenn dort die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht eingerichtet werden.

Trotz der enormen Kosten ist für Kehl ein Schulneubau kein Thema gewesen. Laut der Kommunalbau, die die Verbandsgemeinde betreut, hätte eine neue Schule noch mal elf Millionen Euro mehr gekostet, Flächen verbraucht und mit Sicherheit nicht den Überhang von jeweils mehreren hundert Quadratmeter Nutzfläche gebracht, auf den sich Realschule und Grundschule nun freuen können. Deshalb will Kehl den jetzigen Umbau mit seinen 15,2 Millionen Euro auch nicht mit dem einst mit bis zu acht Millionen Euro geschätzten Umbau verglichen sehen.

Die Kostenexplosion mit ihren zu erwartenden Auswirkungen auf den Verbandsgemeinde-Haushalt hatte wohl auch die Mitglieder in Werks- und Hauptausschuss nicht sonderlich aufgeschreckt, berichtet der Geschäftsleitende Beamte Herbert Wenz: “Es gab keinen Aufschrei!"

 

Für Sie im Landtag: Markus Stein


 

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